Der Trägerverein Künstlerhaus Lauenburg e.V. verzichtet hier bewußt auf einen festen Innenraum und begibt sich mit einem kuratierten Ausstellungsprogramm in den Stadtraum von Lauenburg. Die Stadt wird zur Galerie und damit der öffentliche Raum zum Schauplatz für Werke der zeitgenössischen Bildenden Kunst. Denkbar sind bildhauerische Arbeiten, Installationen, Lichtkunstwerke oder performative Aktionen, die eigens für einen bestimmten Ort entwickelt werden. Die Fassade des Künstlerhauses und der Vorplatz der Maria-Magdalenen-Kirche bieten beispielsweise Fläche in unmittelbarer Sichtweite des Künstlerhauses, aber grundsätzlich soll die Wahl des Ortes den eingeladenen Künstler*Innen innerhalb der Stadt völlig frei stehen. Damit erhalten Künstler*Innen, Künstlergruppen und ehemalige Stipendiaten die Möglichkeit, neue künstlerische Formate zu erproben.

So wird zeitgenössische Kunst für alle Passanten (Einwohner und Touristen) sichtbar und erlebbar. Diese unmittelbare Teilhabe an künstlerischen Aktivitäten, an der Gestaltung des urbanen Raums regt auch die Bewohner*Innen zur erneuten Beschäftigung und Identifizierung mit der eigenen Stadt an und eröffnet soziale Interaktionen.

Eine Stadtgalerie im Öffentliche Raum baut Hemmschwellen ab, weckt Neugier und verschafft dem Künstlerhaus eine verstärkte Aufmerksamkeit außerhalb seines Standortes. Ebenso erhöht sie die Attraktivität des städtischen Raums.